Arbeitszeugnis fälschen: Keine gute Idee!

Es ist ein Szenario, das leider wahrscheinlich gar nicht so selten geschieht: Ein Arbeitnehmer verlässt ein Unternehmen und erhält ein Arbeitszeugnis, dessen Formulierungen und Bewertungen sogar nicht der Selbsteinschätzung des Angestellten selbst entsprechen. Da liegt der Gedanke nah, das Arbeitszeugnis zu fälschen. Doch man mag es schon ahnen: Ein Arbeitszeugnis zu fälschen ist keine gute Idee – und das gleich aus mehreren Gründen. Wir klären über die Alternativen aus.


Die Risiken beim Arbeitszeugnis fälschen

Foto: Morguefile.com

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Wer sein Arbeitszeugnis fälscht, kann sich in Teufels Küche begeben, denn das Zeugnis gilt als Referenz. Wenn der potentielle zukünftige Arbeitgeber also Rückfragen zum Zeugnis hat und den alten Chef anruft, um diese Fragen zu stellen – sich die Antworten dann aber nicht mit den Angaben im Zeugnis decken, dürfte diese Angelegenheit schnell peinlich werden – und die Chancen auf den neuen Job damit dahin sein.
Darüber hinaus ergibt sich beim Arbeitszeugnis fälschen aber auch ein juristisches Problem: Da das Zeugnis unterschrieben sein muss, um gültig zu sein, müsste man auch die Unterschrift fälschen – und das wäre Urkundenfälschung und somit eine Straftat.

Die Alternativen zum Arbeitszeugnis fälschen

Ein Arbeitszeugnis gibt immer nur eine subjektive Sicht wider und kann schwerlich als objektiv eingeschätzt werden – es kann also vorkommen, dass sich die Einschätzungen des Arbeitgebers nicht mit denen des Arbeitnehmers decken. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, den Arbeitgeber direkt anzusprechen, um Aufklärung zu bitten und ihn gegebenenfalls darum zu bitten, die Formulierungen anzupassen.